Lexikon

Yakhaar

Yakwolle, Yakflaumhaar, Yakhaar – für die Bezeichnung des Felles eines Yaks gibt es viele Bezeichnungen. Das kommt daher, dass ein Yakrind über ein besonders dichtes und mehrschichtiges Haarkleid verfügt. Dabei wird zwischen dem festen, langen Deckhaar und dem feinen, spinnfähigem Unterhaar unterschieden. Für die Verwendung in Bettwaren kommt ausschließlich das feinfädige, untere, schwarz-braune Yakhaar zum Einsatz, das durch Auskämmen vor der Schur gewonnen wird. Da dabei pro Jahr und Tier nur bis zu 600 g des feinen Materials gewonnen werden können, gilt es als besonders exklusiv. Gerade weil das Flaumhaar so leicht und weich ist, wird es oft mit Kaschmir verwechselt und ist für das bloße Auge kaum davon unterscheidbar. Die Besonderheit von Yakhaar liegt in seinen klimaregulierenden Eigenschaften. Yaks leben im Himalaya, in der Mongolei und in Südsibirien – in Regionen also, in denen die Tiere extremen Klimaschwankungen, von tropisch bis polar, ausgesetzt sind. Im tibetischen Hochland strotzen Yaks sowohl starker Hitze als auch Winden, Frost und Kälte. Das Fell kann die Rinder vor Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius schützen. Dank dieser exzellenten, temperaturausgleichenden Eigenschaften ist das Yakhaar ideal als Füllmaterial für Bettwaren geeignet, um bei sehr leichtem Gewicht ein hervorragend warmes und trockenes Schlafklima zu schaffen.