Lexikon

Stiftlatex

Stiftlatex kann sowohl über das Dunlop- als auch das Talalay-Verfahren hergestellt werden. Bei der Matratzenproduktion wird die Latexmilch mit Zusatzstoffen versetzt und aufgeschäumt. Danach wird der Schaum in eine Stahlform mit Stiften gegossen und anschließend erhitzt. Dort wird der Latex mit Dampf oder kochendem Wasser vulkanisiert. Die wärmeleitenden Metallstifte im „Waffeleisen“ sind für die gleichmäßige Verteilung der Wärme verantwortlich. Dies ist nötig, um den gewünschten Vulkanisationsgrad und die damit verbundenen, flexiblen Eigenschaften zu erreichen. Ferner hinterlassen sie die formgebenden Löcher von Latexmatratzen – daher der Name „Stiftlatex“. Charakteristisch für diese Latexmatratze sind die im Inneren befindlichen kleinen Hohlräume, sogenannte Luftröhren, die einen Durchmesser von ca. 5 bis 10 mm aufweisen. Sie tragen auch zu einer erhöhten Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsregulation bei. Die Bezeichnung Stiftlatex beschreibt nicht die Zusammensetzung eines Latexkerns. Dieser kann aus 100 % Naturlatex aber auch aus synthetischem Latex bestehen. Eine Weiterentwicklung des Stiftlatex wird auch als Kavernen-Latex bezeichnet. Dabei erfolgen spezielle Einschnitte (Hohlgänge) in den Latexkern. Durch die größeren zusätzlichen Hohlräume wird die Durchlüftung deutlich verbessert. Auch die Körperunterstützung wird durch das Kavernenschnittsystem optimiert. Bei BettenRiese finden Sie ausgewählte Matratzen und Nackenstützkissen aus Stiftlatex.