Lexikon

Schurwolle

Als Schurwolle wird die aus dem weichen Fell lebender Schafe gewonnene Textilfaser bezeichnet. Mit dem Begriff der Schurwolle wird in der Regel die aus dem Deckkleid des Hausschafes gewonnene Wolle bezeichnet. Diese Angabe unterliegt dem Textilkennzeichnungsgesetz und darf nur dementsprechend genutzt werden. Bereits seit dem vierten vorchristlichen Jahrtausend halten Menschen Schafe als vielseitige Nutztiere. Von anderen Schafrassen bzw. Tieren stammende Wolle, wie z. B. Kaschmir, wird meist entsprechend des Tiernamens bezeichnet. Sowohl als Matratzenfüllungen, oft in Verbindung mit Naturlatex, Matratzenauflagen oder –schonern als auch in Form von Bettwaren wird Schurwolle gerne verarbeitet. So weist Schurwolle Eigenschaften auf, die sie zum perfekten Begleiter ins Traumland machen. Sie ist schmutzabweisend, selbstreinigend, schwer entflammbar und ist hervorragend dazu in der Lage das Bettklima zu regulieren. Da die Fasern der Schurwolle gekräuselt sind, können sie Luft gut einschließen und wirken dementsprechend atmungsaktiv und temperaturausgleichend, ganz gleich ob gewärmt oder gekühlt werden soll. Durch die besondere Struktur der Haare ist Schafschurwolle außerdem in der Lage bis zu 30 % des eigenen Gewichts an Feuchtigkeit aufzunehmen. Im Gegensatz zu Baumwolle fühlt sich Schurwolle trotzdem nicht klamm an und gibt die Feuchtigkeit rasch an die Umgebungsluft ab. Ein Produkt kann nur dann als reine Schurwolle ausgewiesen werden, wenn es auch zu 100 % aus Schurwolle besteht und keinen Anteil an anderer Fasern aufweist.