Lexikon

Polyester

Als Polyester (PES) werden Kunststoffe bezeichnet, die Polymere mit Esterbindungen enthalten. Sie wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA erfunden. Heutzutage findet Polyester in verschiedensten Formen, in nahezu jedem Bereich unseres Alltags, Anwendung. Zum Beispiel als PET-Flaschen, Folien, in Lacken oder als Fasern in Textilien. Im Schlafbereich kommen Polyesterfasern als Material mit hoher Reiß- und Scheuerfestigkeit in Matratzenbezügen, Füllungen in Kopfkissen und als Bettwäsche zum Einsatz. Sie zeichnen sich durch ihre außergewöhnlich guten feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften und ihre schnelle Trocknung aus. Im Vergleich zu Polyamid ist Polyester resistent gegen UV-Strahlen und Schweiß, was eine sehr hohe Farbbeständigkeit sicherstellt. Aufgrund der hohen Elastizität und geringe Knitteranfälligkeit ist Polyester besonders pflegeleicht. Als texturierte Faser kann Polyester wärmen, oder als glatte Fasern angenehm kühlen. Das ermöglicht eine vielseitige Einsatzmöglichkeit dieser Garne. Da man Polyesterfasern sehr fein produzieren kann, finden diese vor allem in der Herstellung der Microfaser Anwendung und eignen sich somit auch für die Verarbeitung als Encasings. Eine weitere Sonderform der Polyesterfaser stellt die Klimahohlfaser dar, die durch ihren rohrartigen Aufbau für eine hohe Luftzirkulation sorgen und deshalb gern als Füllmaterial für Matratzenbezüge genutzt werden. Bei der Herstellung von Polyesterfasern wird manchmal Antimon eingesetzt. Dieses Halbmetall kann durchaus schädlich für den menschlichen Organismus sein und wird als krebserregend eingestuft. Beim Kauf von Matratzen und Bettwaren sollte man daher stets auf schadstoffgeprüfte Ware und die Kennzeichnung Öko-Tex Standard 100 achten.