Lexikon

Kuhlenbildung

Ist eine ausreichende Rückstellkraft auf den Belastungsflächen einer Matratze nicht mehr vorhanden, kommt es zur Kuhlenbildung. Liegekuhlen sind Vertiefungen, die sich erst nach einiger Zeit oder überhaupt nicht mehr in den Ausgangszustand zurückformen. Gründe für die Kuhlenbildung sind z.B. die Überbeanspruchung von Matratzen durch den Nutzer selbst, eine schlechte Qualität der verarbeiteten Materialien oder eine unsachgemäße Nutzung. Im letzten Fall können mangelhaft verarbeitete Unterfederungen oder gar fehlende Lattenroste die Ursache sein. Bei einem Lattenrost für eine Visco- oder Kaltschaummatratze ist darauf zu achten, dass mindestens 28 Leisten vorhanden sind bzw. die Abstände nicht mehr als drei bis vier Zentimeter betragen. Gerade bei schweren Menschen, die auf einer Kaltschaummatratze mit geringem Raumgewicht schlafen, kann es vermehrt zur Kuhlenbildung kommen. Diese treten aber auch in Erscheinung, wenn Matratzen zu lange in Benutzung sind. Man muss also das jeweilige Alter beachten, um einer störenden Kuhle oder Mulde vorzubeugen. Generell haben Matratzen nach spätestens zehn Jahren ausgedient. Weitere Faktoren, die die Kuhlenbildung beeinflussen, sind Eigenschaften wie eine angemessene Kernhöhe und eine adäquate Stauchhärte. Um schon vor dem Kauf dafür zu sorgen, dass man sich später nicht mit der Kuhlenbildung auseinandersetzen muss, sollten diese Parameter beachtet werden. Der Härtegrad einer Matratze beeinflusst die Kuhlenbildung jedoch nicht.

Um nach dem Matratzenkauf langfristig Freude an der neuen Matratze zu haben, sollten einige Dinge beachtet werden. Die Nutzung der Matratze sollte außer in Einzelfällen nur zum Schlafen erfolgen. So verhindert man einen übermäßigen Gebrauch, der die Matratze unnötig stark beeinträchtigt. Hierzu zählt leider auch das beliebte Hüpfen auf der Matratze durch Kinder. Des Weiteren sollten Matratzen in regelmäßigen Abständen gedreht und gewendet werden. Zu beachten sind die Angaben des Herstellers, denn nicht alle Matratzen sind hierfür geeignet. Dies trifft vor allem auf Visco Matratzen oder Matratzen mit Gelauflage zu. Zusätzlich sollte der Lattenrost auf die Matratze abgestimmt werden. Zu den gesundheitlichen Problemen, die sich bei deutlichen Liegekuhlen einstellen, gehören Rückenschmerzen und eine verstärkte Tagesmüdigkeit. Diese wird durch das verzögerte Einschlafen ausgelöst. Der Matratzenverband weist darauf hin, dass laut gängiger Norm für Betten und Matratzen, DIN EN 1334 (Messverfahren und Toleranzempfehlungen), ein Höhenverlust des Kerns von 10 mm als normgerecht gilt. Ein Höhenverlust innerhalb dieser Toleranz bedeutet keinen Qualitätsmangel.