Lexikon

Komfortschaum

Komfortschaum wird, ähnlich wie Kaltschaum, aus PUR-Schaum hergestellt und zeichnet sich durch eine hohe Rückstellkraft aus. Nachdem der Komfortschaum aufgeschlagen wurde, wird er zur Aushärtung beheizt. Aufgrund der reaktionsfreudigeren Zusammensetzung ist das bei Kaltschaum nicht mehr nötig. Ein weiterer Unterschied, der sich in der Materialbeschaffenheit niederschlägt, ist die offene Struktur der Luftbläschen, die bei Komfortschaum bereits während des Schäumungsprozesses entsteht. Im Gegensatz zum Formschaum, ist die Gleichmäßigkeit und Festigkeit bei Komfortschaum aus diesem Grund auch weniger gut bestimmbar, was sich auch in einer niedrigeren Elastizität niederschlägt. Komfortschaum hat eine offenporige Struktur, ist recht atmungsaktiv und kann gut mit hoher Luftfeuchtigkeit umgehen. Komplexe Oberflächenschnitte, wie beispielsweise ein Würfelschnitt, oder die Einteilung in Liegezonen, sind aufgrund der porösen und unregelmäßigeren Materialbeschaffenheit jedoch nur bei besonders hochwertigen Ausführungen mit höherem Raumgewicht möglich. Sehr wichtig zu beachten ist, dass der Begriff Komfortschaum manchmal auch im Bezug auf Kaltschaummatratzen genutzt wird, was jedoch nicht korrekt ist, da es sich um unterschiedliche Materialien handelt und Kaltschaum sich im Allgemeinen besser an individuelle Bedürfnisse anpassen lässt. Grundsätzlich eignet sich eine normale Komfortschaummatratze vor allem für leichte Personen, die keine körperlichen Vorbelastungen haben.