Lexikon

Kamelhaar

Mit Kamelhaar wird in der Textilbranche meist das weiche Unterhaar von Kamelen bezeichnet, das jedes Jahr, saisonal bedingt, von den Tieren abgeworfen wird. Es wird also nicht gerupft und im seltensten Fall geschoren. Stattdessen wird die Kamelhaar-Wolle von Sammlern in China, der Mongolei und Teilen Afrikas geborgen, anschließend ausgekämmt und gereinigt. Als besonders exklusiv gilt das Unterfell der Jungtiere. Da der jährliche Ertrag von Kamelflaumhaar pro Tier nicht sehr hoch ist, zählt es zu den kostbareren Garnen, was sich natürlich auch im Preis der Produkte, die Kamelhaare beinhalten, niederschlägt. Aus diesem Grund wird es auch gerne als Mischgewebe, zum Beispiel in Verbindung mit Schurwolle oder Kaschmir, verarbeitet. Die Fasern von Kamelhaar zeichnen sich durch eine exzellente Temperaturregulierung und ihr hervorragendes Feuchtigkeitsmanagement aus. Dies kann durch den hohlen Aufbau und die glatte Oberfläche der Fasern begründet werden. Deshalb eignen Sie sich, neben der Verwendung für Kleidung, auch hervorragend für den Bereich Bettwaren. Nicht nur Personen, die leicht frieren, profitieren von den vorteilhaften Klimaeigenschaften der Kamelhaardecken. Da das Fell dieser Tiere extreme Temperaturschwankungen ausgleichen kann, ist es auch bestens geeignet für Menschen, denen im Schlaf schnell warm wird oder die zu Nachtschweiß neigen. Bei Kamelhaar Bettdecken kann das Wärmeaufkommen gut über die Füllmenge reguliert werden.