Lexikon

Kaltschaum

Bei Kaltschaum handelt es sich um einen hochwertigen PUR-Schaumstoff, der in Blöcken gegossen wird und bei niedrigen Temperaturen aushärtet. Aufgrund des besonderen Herstellungsverfahrens weisen Kaltschaumkerne eine unregelmäßige und offenporige Struktur auf, die für eine bessere Durchlüftung als bei Latexmatratzen sorgt. Eine hohe Atmungsaktivität, exzellente Feuchtigkeitsregulierung und eine besonders hohe Punktelastizität machen Kaltschaum zu einem vorteilhaften Material für die Herstellung von Matratzen. Die beachtlichen Klimaeigenschaften sorgen für ein trockenes Schlafklima, das auch Allergiker zu schätzen wissen. Kaltschaum nimmt unmittelbar nach der Druckentlastung wieder die ursprüngliche Form an. Wenn Sie also die Liegeposition wechseln, dann federt der Kern der Matratze nicht nach. Die Körperbewegungen werden direkt abgefangen und gedämpft. Kaltschaummatratzen sind leicht und können darüber hinaus einfach gefaltet oder gerollt werden, ohne dass die Eigenschaften beeinträchtigt werden. Damit ist der Kaltschaumkern bestens geeignet für extrem verstellbare Lattenroste bzw. Motorrahmen. Kaltschaum ist hoch flexibel und wird daher auch als HR-Schaumstoff bezeichnet, was einen hochelastischen Schaumstoff kennzeichnet. Studien haben gezeigt, dass Kaltschaum von guter Qualität bei einer Gebrauchsdauer von sieben bis zehn Jahren konstant elastisch bleibt. Eine Balance zwischen hohem Raumgewicht und angenehmer Stauchhärte herzustellen macht die gute Qualität aus.

Eine moderne Kaltschaummatratze bieten ein perfektes Mehr-Zonen-Stützsystem, auch Liegezonen genannt, das für optimale Körperanpassung und eine korrekte Stützung der Wirbelsäule sorgt. Manche Matratzen riechen nach dem Auspacken zuerst etwas unangenehm. Dies bedeutet keinesfalls, dass der Kaltschaum eine besonders erhöhte Konzentration an Schadstoffen enthält. Der Geruch stammt vom sogenannten „crushen“. Der Schaumstoff wird nach dem Aushärten zusammengedrückt, und lässt das Material luftdurchlässiger werden. Dabei verfliegen Gase, die aus dem Produktionsprozess stammen und deren Gerüche noch einige Tage und Wochen anhalten können. Eine Gesundheitsgefahr geht von den Gerüchen in der Regel nicht aus, dennoch rät die Stiftung Warentest nach einer anhaltenden Geruchsbelästigung von mehr als vier Wochen, die Matratze zu reklamieren.