Lexikon

Hohenstein Institute

Die Hohenstein Institute sind unabhängige, privatwirtschaftliche Forschungs- und Prüfanstalten, die unter anderem Qualitätssiegel vergeben, die auch als Hohenstein Zertifikate bekannt sind. Gründungsvater ist Prof. Dr.-Ing. Otto Mecheels, der 1946 in Bönnigheim den Grundstein legte. Die Prüfungen von Textilien umfasst dabei vor allem die Kontrolle der verwendeten Materialien auf Schadstoffe, sowie deren Haltbarkeit und Pflege. Die Ergebnisse werden anschließend durch Zertifikate belegt. Endverbrauchern sind Öko-Tex Standard 100 Zertifikate am geläufigsten, die auch als Label für Textiles Vertrauen bekannt sind. Erhält ein Produkt eine Zertifizierung der Hohenstein Institute, bezieht sich dieses, sofern vorhanden, auch auf die verwendeten nicht-textilen Materialien des Produktes. Neben der Kontrolle der verwendeten Oberflächenmaterialien von Matratzen, Kissen und Decken, gibt es eine eigene Abteilung, die sich ausschließlich mit Füllmaterialien wie Federn und Daunen beschäftigt. Neben der Prüfung auf Schadstoffe werden zusätzlich auch andere Aspekte, wie die antimikrobielle Wirkung, Umweltverträglichkeit oder Allergikerfreundlichkeit untersucht und mit dem entsprechenden Hohenstein Prüfsiegel zertifiziert. Die Hohenstein Institute besitzen inzwischen auch eine Vielzahl von Niederlassungen im Ausland. So können, neben der Qualität der verarbeiteten Materialien, auch die Produktionsbedingungen vor Ort direkt beurteilt werden. Dafür wird das Sustainable Textile Production (STeP)-Zertifizierungssystem verwendet. Der Familienbetrieb auf Schloss Hohenstein in Bönnigheim am Neckar wird inzwischen in dritter Generation von Prof. Dr. Stefan Mecheels erfolgreich weitergeführt.