Lexikon

Frottee

Frottee ist ein Textilgewebe bestehend aus Baumwolle und speziellem Garn. Frotteestoffe gelten als besonders saugfähig, sind angenehm im Griff und werden vor allem in Heimtextilien wie Handtüchern oder Bademänteln verarbeitet. Die Besonderheit von Frottee liegt im Detail. Kleine Schlingen, Knoten und Noppen entlang des Gewebes schaffen ein größeres Volumen und machen Frottee außergewöhnlich weich und verleihen ein flauschiges Gefühl auf der Haut. Diese entstehen durch sogenannte Effektgarne und werden durch ein spezielles Drehverfahren erzeugt. Durch den Einsatz von Effektgarn wird eine geringe Knitteranfälligkeit des Frottees geschaffen. Verwechseln Sie aber bitte nicht Frottee mit Frottier. Während Frottier ein Dreifadengewebe mit Effektgarn ist, gilt Frottee als Glattgewebe mit Effektgarn. Ein Vorteil gegenüber Frottierwaren liegt darin, dass sich die Fäden nicht herausziehen lassen. Das formbeständige Frotteegewebe wird daher auch gerne für die Herstellung von Spannbettlaken und Matratzenbezüge verwendet. Als Matratzenbezug eignet sich Frottee aufgrund der guten Saugfähigkeit besonders für Menschen mit erhöhter Schwitzneigung. Für eine lange Haltbarkeit sollten Frotteebezüge mit einem Vlies versteppt sein. Eine hochwertige Alternative stellt der atmungsaktive Doppeltuchbezug dar.