Lexikon

Dinkelspelz

Unter Dinkelspelz versteht man die Hülle, die das Dinkelkorn während des Wachstums umgibt. Diese Dinkelschalen bestehen aus zwei Schichten, dem Deckspelz und dem Vorspelz. Aus diesem Grund lässt sich das Korn auch nicht so leicht vom Dinkelspelz trennen, wie beispielsweise beim Weizen. Statt die Körner einfach nur zu dreschen und so von den Spelzen zu trennen, benötigt man für die Loslösung der Dinkelspelzen zwei Mühlsteine, die sie auseinander drücken und so das Korn freigeben. Dinkelspelz besitzt einen sehr hohen Kieselsäuregehalt, der einen positiven Effekt auf ihre Haut haben kann. Für Dinkelkissen werden sowohl ganze Dinkelkörner, als auch separierte Dinkelspelze verarbeitet. Die ganzen Körner finden, aufgrund ihrer festen Beschaffenheit und ihres außerordentlichen Vermögens Wärme bzw. Kälte zu speichern, vor allem in Wärme- und Kühlkissen Verwendung. Dinkelspelzen werden im Gegensatz dazu, in einem Bezug aus Baumwolle, auch als Füllung für reguläre Schlafkissen genutzt. Diese Dinkelspelzkissen sind viel anschmiegsamer als Kissen mit ganzen Körnern und ergeben, dank des hohen Lufteinschlusses in ihren Zwischenräumen, eine atmungsaktive und temperaturregulierende Kopfstütze. Darüber hinaus passen sich Dinkelschalen optimal an die Körperform an, behalten dennoch ihre Grundstabilität und entlasten somit den Nacken ideal. Für Personen, die gegen Hausstaubmilben allergisch sind, eignen sich Kissen mit Dinkel aufgrund der schlechten Reinigungsmöglichkeit weniger.