Ist eine harte Matratze besser für den Rücken?

Rückenschmerzen sind in Deutschland eine Volkskrankheit. Sie entstehen z.B. durch stundenlanges Sitzen, mangelnde Bewegung oder eine verkehrte Hebetechnik. Aber auch eine falsche Haltung im Schlaf kann diese begünstigen. Häufig wird der Rat gegeben, sich gegen Rückenschmerzen eine harte Matratze anzuschaffen. Sie kann die Wirbelsäule stabilisieren und somit für Entlastung sorgen. Diese Idee greift allerdings zu kurz. Was ist also besser: Eine weiche oder harte Matratze?

  • Auf harten Matratzen schlafen schwere Menschen, Heranwachsende und Bauchschläfer besser
  • Kernschichten mit Kokosfaser oder Polsterungen mit Rosshaar sorgen für ein festeres Liegegefühl
  • Umso höher die Stauchhärte, desto fester die Matratze

Infos zu weichen Matratzen

  • Weiche Matratzen eignen sich für leichte Menschen, Seitenschläfer, ältere Menschen und Schmerzpatienten
  • Matratzen mit druckentlastender Auflage sorgen für ein anschmiegsames Liegegefühl
  • Umso niedriger die Stauchhärte, desto weicher die Matratze
Im Jahr 2003 nahmen 313 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen an einer Studie der Kovacs Foundation teil. Der einen Hälfte wurde eine harte Matratze und der anderen eine mittelfeste Matratze zum Schlafen gegeben. Auf dieser lagen die Probanden etwa drei Monate und sollten anschließend ihre Befindlichkeit bewerten. Es stellte sich heraus, dass nach der Nutzung einer neuen Matratze bei beiden Gruppen die Schmerzen im Rücken abnahmen. Doch die Anzahl der Personen, die von einer verringerten Einschränkung im Alltag sprachen, war unterschiedlich. Diejenigen mit den mittelharten Modellen kamen durchschnittlich besser weg. Die Hälfte der Studienteilnehmer mit der weicheren Matratze sprachen von einer Entlastung, gleichzeitig aber nur ca. ein Drittel der übrigen Personen, die eine zu harte Matratze einem Test unterzogen.